Ulrich Deppendorf | Journalist · Moderator
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    Neustart für Europa

    Pokern bis zur letzten Millisekunde, Geduldsproben ohne Ende- aber es hat sich gelohnt. Europa ist heute Nacht nicht zerbrochen. Wichtig war und ist die Einstimmigkeit der Beschlüsse.. Merkel und Schäuble haben  Kurs gehalten, den Kurs für Europa. Sie haben mit allen Mitteln des politischen europäischen Geschäfts  durchaus riskant  hantiert, sie sind am Ende Kompromisse eingegangen, die ohne  diese Taktik  nicht zustande gekommen wären. Und: Die deutsch-französische Achse ist erhalten geblieben.  Wäre sie zerbrochen, wäre es schwer geworden mit Europa. Die Nächte von Brüssel haben deutlich werden lassen, wo die Schwächen der Europäischen Union liegen. Wenn Europa weiter in der Welt als wichtiger Partner wahrgenommen werden will, dann muss es jetzt entscheiden, wie es sich in der Zukunft aufstellen will. Es muss zu einer politischen Union kommen, mit  neuer Ausrichtung der Brüsseler Einrichtungen, mit einer weiteren Stärkung des Europäischen Parlaments, einer gemeinsamen Wirtschafts-Finanz- und Sozialpolitik. Nur so wird dieser Kontinent seine Kräfte bündeln und erhalten können. Ja, die Interessen der Nationalstaaten , Ihre Geschichte und Ihr Stolz, müssen berücksichtigt werden, vielleicht benötigt man eines Tages eine zweite Europäische Kammer, einen Senat der Staaten, neben dem Parlament. Das mag Vision sein, aber wenn Europa weiter in Frieden und größtmöglicher Freiheit überleben will, dann muss jetzt der Neuaufbau in Ruhe und nicht in Hast begonnen werden.

     

    Die Deutschen und die Franzosen haben dabei eine Schlüsselrolle, zusammen mit den Polen, das Weimarer Dreieck sollte jetzt gefordert sein.

     

    Die größte europäische Herausforderung  der Solidarität  ist ja schon auf der Tagesordnung: Die Flüchtlingsfrage. Vielleicht ist diese Frage sogar die größte Herausforderung für Europa.

     

    Deshalb ist es Zeit für Besinnung und für einen Neustart der europäischen Idee.

     

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