Ulrich Deppendorf | Journalist · Moderator
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    Die antisemitischen Ausschreitungen vor dem Brandenburger Tor nach der Entscheidung Donald Trumps

    Klassik Radio 15.12.2017

     

     

    Thema: Das Thema der Woche sind für mich die antisemitischen Ausschreitungen vor dem Brandenburger Tor nach der Entscheidung Donald Trumps, Jerusalem als Hauptstadt Israel anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen.

     

     

    Begründung:

    Wenn vor dem Brandenburger in Berlin fanatische Demonstranten die israelische Flagge anzünden und „Tod den Juden“ rufen, dann ist das der blanke Hass auf den Staat Israel , es ist Antisemitismus. Und das ist bestürzend.

     

     

    Einordnung:

    Es ist der muslimische Antisemitismus, der hauptsächlich vor dem Brandenburger Tor sichtbar wurde. Die Jerusalem Entscheidung Donald Trumps war der Anlass. Die Ursachen liegen tiefer. Nicht nur in Deutschland, doch Deutschland steht besonders unter Beobachtung. Wenn dieses Land, seine politisch Verantwortlichen, seine Justiz und seine Bürger hier nicht konsequent gegen jede Form von Antisemitismus vorgehen, dann ist das nicht nur beschämend, es ist menschenverachtend. Allein mögliche schärfere Gesetze werden nicht ausreichen. Vielmehr muss gerade bei der jungen Generation der Flüchtlinge, der Migranten, bei allen jungen Deutschen das Wissen über den Holocaust wieder stärker vermittelt werden. Es ist eben nicht nur der muslimische Antisemitismus, wie er durchaus in einigen Stadtvierteln zum Beispiel in Berlin zum Ausdruck kommt, es ist auch der schleichende deutsche Antisemitismus, der noch immer herrscht und von rechts und linksradikalen Kräften immer wieder befördert wird. Das gilt auch für Teile der AFD. Sachliche Kritik an der Politik Netanyahus, zum Beispiel an seiner Siedlungspolitik, das ist kein Antisemitismus sondern eine politische Auseinandersetzung, die selbst in Israel geführt wird. Das gilt auch für die Kritik an der Jerusalem Entscheidung Donald Trumps. Doch den Hass, die Volksverhetzung vor dem Brandenburger Tor oder den schleichenden Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft, das darf dieses Land nicht zulassen! Da muss es noch einmal einen Aufstand der Anständigen geben und auch die klare Ansage an alle die nach Deutschland kommen: Antisemitismus hat in diesem Land nichts zu suchen. Das gilt für

    muslimische Flüchtlinge und muslimische Mitbürger genauso wie für die Rechts- und Linksradikalen Parteien und Gruppierungen. Es gilt schlicht für alle Bürger in diesem Land. Unabhängig von Ihrem Glauben.

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