Ulrich Deppendorf | Journalist · Moderator
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    Skandal der Deutschen Automobilindustrie – die Abgasversuche an Menschen und Affen

    Klassik Radio 2.2.2018

     

    Thema: Das Thema der Woche ist für mich der neueste Skandal der Deutschen Automobilindustrie – die Abgasversuche an Menschen und Affen.

     

    Begründung:

    Es ist erneut der VW – Konzern, der in diesen Skandal verwickelt ist. Erst die Manipulationen bei der Abgas-Messung, nun die unglaublichen Versuche an Affen und Menschen: Die Deutsche Automobilindustrie rutscht immer tiefer in eine Glaubwürdigkeitskrise.

     

    Einordnung:

    Die Empörung ist mal wieder riesengroß, bei den Vorständen der Unternehmen und in der Politik. Doch Beiden kann man diese Empörung nicht mehr abnehmen. Wenn ein Vorstandsvorsitzender eines Automobilkonzerns, wie der VW Chef Müller nichts von solch sensiblen Versuchen gewusst haben sollte, dann ist das wenig glaubwürdig. Im besten Fall könnte man sagen, der Mann hat seinen Laden nicht im Griff. Beurlaubt wird dann natürlich nicht der Chef, sondern der Mann des Konzerns, der für Regierungs-und Europäische Beziehungen zuständig war. Das Abgasversuche an Menschen und Tieren unter diese Beziehungen fallen sollen, ist schwierig nachzuvollziehen. Das Ganze riecht nach Bauernopfer und Verschleierung und macht die Angelegenheit noch fragwürdiger. Doch es ist nicht nur VW: Daimler und BMW hängen genauso mit drin. Auch die Politik hat keinen Grund, sich zurückzulehnen. Als im Diesel-Untersuchungsausschuss des Bundestages ein umstrittener Gutachter die Abgas-Tierversuche erwähnte, fragte kein Mitglied des Ausschusses nach, auch kein Grüner. Und Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil sitzt im VW –Aufsichtsrat.

     

    Die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern sollten nun endlich den Druck auf die Automobilkonzerne zur Entwicklung schadstoffarmer Fahrzeuge deutlich erhöhen und die Angst vor Drohgebärden der Konzernchefs endgültig verlieren. Nach dem neuesten ARD-Deutschlandtrend beurteilen mittlerweile 73% der Befragten das Verhalten der Politik gegenüber den Autokonzernen als zu nachgiebig. Und deren Manager der besonderen Art - sie haben Ihre Glaubwürdigkeit längst verspielt. Sie schaden der gesamten Industrie. Der Diesel-Skandal ist noch lange nicht vorbei.

     

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