Ulrich Deppendorf | Journalist · Moderator
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    Die Chaos –Woche der SPD

    Klassik Radio 16.2.2018

    Thema: Das Thema der Woche ist für mich die Chaos –Woche der SPD

     

    Begründung:

    Die chaotischen Verhältnisse an der SPD-Spitze haben zu einem beispiellosen Niedergang in den Umfragen für diese einst so große Volkspartei geführt. Alle Hoffnungen richten sich nun auf Andrea Nahles.

     

    Einordnung:

    Doch deren Start ist schon misslungen. Im Eilverfahren sollte sie Vorsitzende werden. Der letzte große Fehler von Martin Schulz und der erste große Fehler von Andrea Nahles. Sie, die angeblich die SPD-Mitgliedschaft so gut kennt wie kein anderes Vorstandsmitglied, hat sich total verschätzt und läuft Gefahr, genauso wie Martin Schulz, vielleicht überschätzt zu werden. Olaf Scholz, ihr Vertrauter, muss Sie nun über die nächsten Wochen retten. Zusammen müssen sie die SPD vor weiterem Bedeutungsverlust bewahren. Der träte ein, wenn sich deren Mitglieder gegen eine Große Koalition aussprechen. Die SPD würde die Chance vertun, mit Regierungs-Handeln ihre Vorstellungen aus dem für sie nicht schlechten Koalitionsvertrag umzusetzen. Mit dem No-Groko–Feldzug des gehypten Juso–Jungstars Kevin Kühnert wird sich die SPD eher ins Abseits begeben. Und die Partei muss aufpassen, dass die Wahl zur neuen Vorsitzenden am Ende nicht zur Lachnummer verkommt. Nun bewerben sich schon Kreisvorsitzende aus Dithmarschen - nur mal so aus Protest. Und der in Umfragen beliebteste Deutsche Politiker, Außenminister Sigmar Gabriel soll gehen. Man fasst es nicht!! Die vielzitierte Basis und die No Groko Truppe sollten wissen: Es geht nicht nur um die innere Befindlichkeit einer Volkspartei, es geht auch um deren Willen und Fähigkeit zum Regieren, zu nationaler und internationaler Verantwortung. Das schließt eine maßvolle Verjüngung an der Spitze der SPD nicht aus. Das gilt auch für die Union. Das weiß auch die Kanzlerin. Mal sehen, wo die Jungstars Spahn, Klöckner, Linnemann demnächst auftauchen, im Kabinett oder auf anderen Unions-Posten. Angela Merkel, unter Druck in der CDU besonders wegen der Ministeriums-Verteilung, muss und wird nun liefern. Doch all die jetzt aus den Büschen heraus krabbelnden Merkel-Kritiker in der CDU sollten aufpassen, dass sie die Partei nicht in das gleiche Chaos stürzen, aus dem die SPD gerade verzweifelt versucht herauszukommen.

     

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