Ulrich Deppendorf | Journalist · Moderator
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    AKK. Annegret Kramp-Karrenbauer, die kommende CDU Generalsekretärin

    Klassik Radio 23.2.2018

     

    Thema:

    Das Thema der Woche heißt für mich: AKK. Das ist nicht der Name eines Versicherungs–Konzerns, sondern die Versicherung von Angela Merkel für einen geordneten Übergang in die Nach - Merkel –Zeit: Annegret Kramp-Karrenbauer, die kommende CDU Generalsekretärin, kurz: AKK.

     

    Begründung:

    Ein bemerkenswerter Vorgang: Eine Ministerpräsidentin wird zur Generalsekretärin einer Partei. Eine Premiere. Mit möglichen Langzeitfolgen für eine Volkspartei mit Namen CDU.

     

    Einordnung:

    Angela Merkel regelt Ihr politisches Erbe. Eine Ihrer engsten politischen Vertrauten soll die unruhig gewordene Partei zusammenhalten und programmlich in eine neue Zukunft führen. Mit der Wahl von AKK macht Merkel deutlich: Ein Ruck ins rechts konservative Lager – den einige Jungstars wie der in der Berliner Polit-Blase stark gehypte Jens Spahn gerne einfordern, wird es mit dieser Kanzlerin so nicht geben. AKK steht für eine soziale und auch durchaus wertkonservative CDU der Mitte. AKK ist gradlinig, zu Härte fähig und auch mutig, wie sie es im Saarland mehrmals in schwierigen Regierungskonstellationen bewiesen hat. Und Sie hat bei der Saarlandwahl 2017 den Schulz-Zug gestoppt. Mit der AKK –Wahl macht Angela Merkel klar, dass Sie sich das Heft in der Nachfolgefrage nicht aus der Hand nehmen lasen will. Sie ist eben weiter auch in schwierigen Situationen für Überraschungen gut - das hat sie mit der dieser Entscheidung wieder gezeigt. Der Erneuerungsprozess in der CDU ist damit – wenn auch moderat – eingeleitet. Die Partei täte gut daran, nun weitere Hahnenkämpfe zu beenden, sie hat das schlechte Beispiel der sich gerade selbst dramatisch beschädigenden SPD ja hautnah vor Augen. Als Volkspartei ist Merkels CDU zusammen mit der CSU noch relativ stabil. Die Pragmatikerin AKK weiß aber auch, wie schnell sich das Meinungsbild über Personen und Parteien in der neuen Medienwelt ändern kann. Diese Wahl ist eine Richtungsentscheidung, es ist ein erstes Zeichen für eine mögliche Merkel-Nachfolge. Aber: eben noch keine Entscheidung! Es zeigt nur: Merkel hat verstanden, und das vielleicht schon länger als einige ihrer Kritiker glauben wollten. Nun muss AKK liefern, wenn es sein muss, auch mal im Konflikt mit Angela Merkel. Und vielleicht überrascht Merkel ja am Sonntag erneut, wenn sie die CDU Kabinetts- Mitglieder -einen Tag vor dem Parteitag am Montag- bekanntgeben wird.

     

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