Ulrich Deppendorf | Journalist · Moderator
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Chorfest Baden - Open-Air-Konzert auf Heidelberger Universitätsplatz

Chorfest Baden Ende Juni in Heidelberg - Drei Tage, über 40 Ensembles

In der Heiliggeistkirche wird der Auftakt des Chorfestes gefeiert, doch gibt es auch zahlreiche Konzerte unter freiem Himmel. Archivfoto: Hoppe Von Sebastian Riemer
In der Heiliggeistkirche wird der Auftakt des Chorfestes gefeiert, doch gibt es auch zahlreiche Konzerte unter freiem Himmel. Archivfoto: Hoppe Von Sebastian Riemer

Heidelberg. Ein Orchester, ein Chor, über 1000 Zuschauer unter freiem Himmel auf dem Universitätsplatz - und dann erklingt Händels Messias. "Halleluja!", kann man da nur sagen: Bereits das Open-Air-Konzert des Chorfests Baden am Freitagabend könnte monumental werden. Mit der Großveranstaltung von Freitag, 30. Juni, bis Sonntag, 2. Juli, bringt die Badische Landeskirche drei Tage lang die Altstadt zum Klingen. Und das Beste: Der Eintritt für alle Konzerte, Workshops und Mitmachangebote ist frei - lediglich um Spenden wird gebeten.

Ob auf Uniplatz oder Kornmarkt, in der Heiliggeist- oder der Peterskirche - der Chormusik der über 40 beteiligten Ensembles wird keiner entkommen. Doch die Organisatoren, der Landesverband der evangelischen Kirchenchöre in Baden, wollen den Heidelbergern nicht nur Musik vorsetzen, die Menschen sollen vielmehr mitsingen. Besonders eindrucksvoll wird das, wenn am Samstagnachmittag noch einmal der "Messias" aufgeführt wird - aber dieses Mal sind alle Zuhörer eingeladen, mit einzustimmen. Hunderte von Choristinnen und Choristen werden das eindrucksvolle Oratorium über das Leben von Jesus von Nazareth, das ausschließlich aus Bibelzitaten besteht, dann gemeinsam auf Englisch darbieten.

Den ganzen Samstag über gibt es auf mehreren Bühnen zwischen Alter Brücke und Uniplatz Konzerte. Mit der "Nacht der Chöre" an zwei Orten, der Heiliggeist- und der Peterskirche, klingt ein langer Tag schließlich aus - vermeintlich. Denn um 23 Uhr geht es mit dem Nachtschwärmerprogramm in Heiliggeist noch bis tief in die Nacht weiter - tanzend und singend.

Zum Abschluss lädt Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh am Sonntagmorgen um 11 Uhr zum zentralen Festgottesdienst auf dem Universitätsplatz.

Doch auch das Rahmenprogramm verspricht Spannung: Nach dem Auftaktkonzert der Hochschule für Kirchenmusik in der Heiliggeistkirche am frühen Freitagabend (Kammeroratorium 1648 von Helmut Barbe), geht es bei einer Podiumsdiskussion um das Thema: "Gewalt im Namen Gottes?" Wie Fundamentalisten Religion missbrauchen, aber auch ihre friedensstiftende Funktion debattieren Wolfgang Huber (ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche), die Friedensforscherin Corinna Hauswedell, der Kirchenhistoriker Christoph Strohm, ein Vertreter des Auswärtigen Amtes - und der Ex-Umweltminister und Grünen-Bundestagsabgeordnete, Jürgen Trittin, der einst als Gymnasiast aus der Evangelischen Kirche austrat. Moderiert wird die Diskussion von ARD-Mann Ulrich Deppendorf.

Im Jubiläumsjahr der Reformation spielt natürlich auch Luther wieder eine große Rolle. "Die Reformation war auch eine Singbewegung", sagt Gero Albert vom Landesverband evangelischer Kirchenchöre in Baden. "Singend hat die Evangelische Kirche 500 Jahre lang gewirkt - und singend lebt die Christenheit heute in ökumenischer Verbundenheit." In vielen Workshops geht es um den Reformator, aber auch beim Kinderprogramm an der Providenzkirche, wo das Kindermusical "Martin Luther" geprobt und dann auch gleich aufgeführt wird.

Berliner Morgenpost

Vermissen Sie sich auf dem Bildschirm, Herr Deppendorf?

Von Jan Draeger
 

Jahrelang kommentierte Ulrich Deppendorf politische Ereignisse, vor zwölf Monaten ging er in Rente. Ein Gespräch über das Leben danach.

Ein Jahr ist es her, dass Ulrich Deppendorf im Fernsehen erklärte: "Das war's für mich." Der Mann, der über Jahrzehnte politische Ereignisse in der ARD kommentiert hatte, der schon zum Inventar des deutschen Fernsehzuschauers gehörte, ging in Rente. In Berlin ist er aber geblieben, er lebt in Charlottenburg. Dort haben wir ihn auch getroffen und über sein Leben danach gesprochen.

 

Berliner Morgenpost: Herr Deppendorf, vermissen Sie sich auf dem Bildschirm?

Ulrich Deppendorf: Nein.

 

Wie war der 19. April 2015, der Tag Ihrer letzten Sendung?

Relativ geräuschlos. Ich habe nur gesagt: "Das war's für heute. Das war's für mich." Es gab eine wunderschöne Abschiedsfeier im Studio. Das ging mir sehr nahe.

 

Mischen Sie sich noch ein?

Nein, mit dem 19. April, der letzten Sendung, war Ende. Ich habe dann immer gesagt: "Opi kommt nicht mehr ins Studio."

 

Gibt es einen Reflex, dass Sie zu Hause vor dem Fernseher etwas kommentieren wollen?

Wenn man diesen Job so lange gemacht hat, schaltet man nicht gleich mit der Pensionierung ab. Ich springe aber nicht mehr gleich auf und sage, ich muss auf Sendung. Trotzdem gibt es immer mal wieder Punkte, wo man sagt, das war prima, oder man sich auch ärgert.

 

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berliner Morgenpost

Antworten eines Deutschen


Wie erklärt man Freunden draußen in der Welt, wie Deutschland in den letzten 25 Jahren wurde, was es ist – und wohin es strebt?

 

Ein Geständnis zu Beginn: Für mich ist der Tag der Deutschen Einheit der 9. November 1989. Erlebt habe ich diesen Tag als Reporter im Warschauer Marriott Hotel bei der legendären Pressekonferenz von Helmut Kohl nach Öffnung des Übergangs an der Bornholmer Straße. Helmut Kohl traf an diesem Abend eine im Hinblick auf das schwierige deutsch-polnische Verhältnis nicht einfache, aber richtige Entscheidung: Er flog am nächsten Morgen zurück nach Deutschland, nach Berlin. Dort wurde er ausgepfiffen. Das müsste den Wirrköpfen von damals noch heute peinlich sein.

 

Kurz vor dem 3. Oktober 1990 waren meine Frau und ich bei amerikanischen Freunden in den USA. Wir wurden Tag und Nacht zu den Ereignissen befragt, wenig war zu hören von der Furcht vor einem kommenden starken Deutschland in Europa.

 

An diesem 3. Oktober 2015 bin ich wieder in den USA, wieder bei den Freunden. Über all die Jahre haben sie – und es sind keine Journalisten oder Politiker – Deutschland mit viel Wohlwollen und Respekt begleitet. Über all die Jahre wurden aber auch die Fragen nach der Verantwortung Deutschlands für Europa und seiner Rolle bei der Bewältigung der Krisenherde dieser Welt stetig drängender. Was sage ich also jetzt?

 

Die Einheit Deutschlands braucht noch etwas Zeit, werde ich ihnen sagen – noch eine, vielleicht zwei Generationen. Ist das ein Wunder? Nein! Wer etwas anderes erwartet hatte, der konnte nur naiv oder böswillig sein. Dennoch: Das bislang Erreichte ist einmalig in der Geschichte Europas. Es benötigt aber weiter höchstes politisches Fingerspitzengefühl, um noch bestehende Ungleichheiten zu beenden, die Sorgen der Menschen in ganz Deutschland zu verstehen und aufzunehmen.

 

Ich sage meinen amerikanischen Freunden, dass Deutschland nun nach den USA das zweitgrößte Einwanderungsland der Welt ist. Hätten wir das jemals gedacht? Was für Chancen für dieses Land! Ich sage ihnen, dass Deutschland, dass Europa auch mit den Flüchtlingsströmen fertigwerden kann. Dazu müssen aber alle europäischen Regierungschefs endlich begreifen, was auf dem Spiel steht: die Glaubwürdigkeit und der Zusammenhalt der Europäischen Union. Ich sage meinen Freunden, dass es richtig ist, dass Deutschland wieder mehr Verantwortung in der Welt übernimmt – so wie es Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier in der Ukraine-Krise und bei den Iran-Atomverhandlungen getan haben. Doch was sage ich, wenn die Freunde fragen, ob das auch militärisches Eingreifen einschließt? Deutschland wird nicht mehr lange um eine Grundsatzentscheidung in dieser Frage herumkommen.

 

Ich sage meinen Freunden, dass Deutschland die Einheit gut vorangebracht hat, dass die EU aber vor ihrer größten Bewährungsprobe steht. Das Nationalstaatsdenken hat dramatisch zugenommen, die Staatschefs schaffen nur noch mit größter Mühe Kompromisse. Wir erleben ein Europaparlament, das um seine Bedeutung kämpfen muss, und eine Kommission, der die EU-Bürger mit größter Skepsis begegnen. Das darf so nicht weitergehen.

 

25 Jahre nach der Einheit ist Deutschland die stärkste wirtschaftliche und politische Macht in der EU. Hätten wir das 1990 ahnen können? Nein! Und niemand hat am 3. Oktober 1990 gedacht, dass die Welt in Teilen Europas und im arabischen Raum so in Aufruhr geraten wird. Wir bejubelten vorschnell den arabischen Frühling und bekamen den IS-Terror. Wir haben gedacht, das deutsch-russische Märchen ginge nach Kohl und Gorbatschow weiter, dann machten die Europäer und Russland große Fehler. Ich werde meinen Freunden sagen, dass Deutschland, die EU und die USA nur gemeinsam mit Russland die Konflikte lösen können. Alle müssen sich aufeinander zubewegen. Das Zeitfenster dazu ist nicht sehr groß. Vielleicht reicht es nur bis zum Ende von Barack Obamas Amtszeit.

 

Ja, werde ich sagen, wir können mit Stolz auf den Weg zur deutschen Einheit und auf das dann Geleistete schauen. Und ich sage meinen Freunden auch, dass wir hier in Europa die Politik der USA weiter kritisch begleiten werden. Das stärkt das transatlantische Verhältnis – und mag sich als wichtiger erweisen, als wir im Moment ahnen.


15.09.2015

»Ohne Glück hätte der Mut mit mir nichts anfangen können«

Zeitzeugengespräch mit Ruth Michel und Ulrich Deppendorf

 

Am Donnerstag, den 10. September 2015, luden die Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Flucht, Vertreibung, Versöhnung zu einem Zeitzeugengespräch mit der Überlebenden Ruth Michel (*1928) in den Ort der Information des Denkmals für die ermordeten Juden Europas.

 

Vor mehr als 80 Gästen gab Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, eine Einführung in das Thema. Daran schloss sich der Lebensbericht Ruth Michels, die im Gespräch mit dem Moderator Ulrich Deppendorf von ihrer Kindheit in Königsberg und im polnischen Mikuliczyn erzählte. In Mikuliczyn erlebte sie mit ihrer Familie 1939 den Einmarsch der Roten Armee und 1941 die Besetzung durch die Wehrmacht. Ihr Vater, der Ruth Michel im Alter von zwölf Jahren die Verantwortung für die Mutter und die Schwester übertrug, wurde im Dezember 1941 zusammen mit allen anderen jüdischen Einwohnern der Stadt verhaftet und im Wald zwischen Mikuliczyn und Tatarów erschossen. Sie berichtete, wie sie als polnische Zwangsarbeiterin getarnt, mit ihrer Mutter und Schwester nach Königsberg gelangte, wo sie die alliierten Bombenangriffe im Sommer 1944 und die sowjetische Eroberung im Frühjahr 1945 miterlebte. Ende 1945 flohen sie gemeinsam über Stettin und Berlin nach Frankfurt am Main. Mit Blick auf die Zeit der Verfolgung resümierte die 87-Jährige, dass es nicht nur Mut und Tatkraft gewesen seien, die zum Überleben geführt hätten, sondern vor allem Glück. Für die eindrucksvolle Schilderung ihrer Erlebnisse bedankten sich nach der Veranstaltung viele der Gäste noch einmal persönlich bei Ruth Michel.

 

Am folgenden Tag veranstaltete die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Zusammenarbeit mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa ein Gespräch zwischen der Holocaustüberlebenden und Schülern verschiedener Berliner Gymnasien im Ort der Information. Etwa 60 Jugendliche folgten gespannt den Schilderungen Ruth Michels und stellten interessierte Nachfragen.


04.09.2015

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03.07.2015

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